Erotikszene „Der Orden – Buch 1“ in Kapitel 25

Nach zahlreichen Anmerkungen, Anfragen und richtiggehendem Drängen habe ich mich nun dem Wunsch der Menge gebeugt und gewähre einen kleinen Einblick in… traute Zweisamkeit.

Kleine Warnung:

Ganz unerwartet sollte das jetzt nicht kommen, wenn man betrachtet, dass wir hier über Kapitel 25 sprechen, aber ich möchte es nicht unerwähnt lassen, damit hinterher keine Beschwerden kommen:

SPOILERALARM! Wer das Buch noch lesen möchte oder noch nicht bis Kapitel 26 vorgedrungen ist – Finger… nun, Augen weg!

 

Dem Rest: Viel Spaß!

 

Erotikszene Buch 1

ad Kapitel 25 zwischen Szene 6 und 7

 

Enric nahm ihren Geschmack gierig in sich auf. Noch immer konnte er nicht wirklich fassen, dass dies tatsächlich passierte, dass er es wahrhaftig vermocht hatte, zu ihr durchzudringen, dass ihre eigene körperliche Reaktion auf ihn stark genug war, um die Abwehr zu überwinden, die ihr Kopf so hartnäckig aufrecht zu erhalten versuchte.
Er schob den Gedanken beiseite, dass noch immer einiges an Arbeit vor ihm lag, bis sie ihn als mehr als nur ein Werkzeug für ihr eigenes Vergnügen betrachten würde. Für den Moment wollte er ihre Nähe einfach nur genießen und sicherstellen, dass sie dies hier als eine Gelegenheit empfand, die sie nicht nur gerne wiederholen, sondern es sich geradezu begierig herbeiwünschen würde.
Er zwang sich, nicht wie ein unbeherrschter Halbwüchsiger über sie herzufallen und konzentrierte sich darauf, ihren Mund, ihr Kinn und ihren Hals zu küssen. Beherrscht hielt er seine Hände davon ab, sich auf Entdeckungsreise zu begeben oder ihr gar ungeduldig die Kleider vom Leib zu reißen.
Gleichzeitig empfand er wilde Euphorie über seinen Triumph und bittere Frustration über die Gemächlichkeit, die er sich auferlegte. Zu groß war seine Angst davor, sie mit einer plötzlichen Bewegung zu verschrecken oder einem zu kühnen Vorstoß aus dieser genüsslichen Halb-Trance zu befreien. Dann bestand die Gefahr, dass sie sich daran erinnerte, weshalb sie ausgerechnet ihn nicht dermaßen nahe an sich heranlassen wollte.
Einmal mehr trafen ihre Zungen in einem langsamen Tanz aufeinander, und er spürte, wie sich ihre Finger in seinen Haaren vergruben, sich zu Fäusten ballten und ihn näher zogen. Mehr als bereitwillig fügte er sich und genoss, wie sich ihr Brustkorb eng an seinem eigenen schwer atmend hob und senkte.
Er zügelte sich erneut, als er bemerkte, dass seine Hände einmal mehr unter ihre Tunika gewandert waren – dorthin, wo sie vor wenigen Minuten im Salon vorgedrungen waren.
Widerstrebend zog er seine Hände von ihrer bloßen Haut zurück und lenkte sie zu ungefährlichen Stellen wie ihrem Nacken und ihrem Rücken.
Als sie sich zurückzog, hielt er inne, überzeugt davon, dass sich seine Ängste bewahrheitet und sie ihre Meinung geändert hatte.
“Ist alles in Ordnung mit dir?”, fragte sie, ihre Brauen zusammengezogen.
Enric blinzelte verwirrt, während er sie weiterhin umschlungen hielt, noch nicht bereit, den Kontakt zu unterbrechen. “Wie kommst du auf diese Frage?”
“Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, dass dein Enthusiasmus etwas nachgelassen hat”, warf sie ihm vor.
Für den Verdruss auf ihrem Gesicht, der mit dieser Aussage einherging, wollte er sie küssen. Einen Augenblick später entschied er sich, diesem Impuls zu folgen und nahm ihr Gesicht zwischen seine Hände, presste seine Lippen auf ihre, schwindelig vor Dankbarkeit, als sie sich nicht nur auf seinen Druck hin öffneten, sondern mit Leidenschaft und Ungeduld reagierten.
“Ich will dich nicht verschrecken”, flüsterte er an ihrem Mund. “Wir werden uns all die Zeit nehmen, die du brauchst.”
Eryn zog sich zurück und sah mit einer gewölbten Augenbraue zu ihm auf. “Da gibt es tatsächlich das eine oder andere, das ich jetzt brauche; Zeit zählt allerdings nicht dazu. Du scheinst mich als etwas Zerbrechliches, Unschuldiges zu betrachten, doch das bin ich nicht. Du bist nicht der erste Mann, mit dem ich ins Bett gehe, und ich wäre sehr überrascht, wenn du der letzte wärst.”
Ihre abschließende Aussage, dass er sicherlich nicht der letzte Mann sei, mit dem sie zu schlafen beabsichtigte, störte ihn mehr, als er zugeben wollte. So lächelte er nur dünn und hielt sich mit Mühe davon ab, mit den Zähnen zu knirschen. “Ich verstehe. Dann werde ich das als Einladung betrachten, weniger Zurückhaltung zu zeigen.”
Sie fuhr zusammen bei dem Geräusch, als er unvermutet und mit Genuss den Stoff ihrer Tunika in ihrem Rücken zerriss. Dann lächelte sie, nichtsahnend, dass dieser kleine Akt der Zerstörung sowohl als Demonstration seines Begehrens als auch als Ventil für seine Frustration über ihre vorhergehenden Worte diente.
Grinsend streifte sie sich die Tunika von den Armen und ließ die traurigen Überreste auf den Boden fallen. Dann griff sie energisch nach seinem eigenen Hemd.
“Wie schade, dass ich mich aufgrund der Handfesseln nicht revanchieren kann”, schnurrte sie und griff nach dem Saum seines Kleidungsstücks, um es ihm über den Kopf zu ziehen.
In seinen Augen war ein Funkeln, das dort zuvor nicht gewesen war. Zumindest nicht diese Art von Funkeln. Verschwunden waren die Zurückhaltung und die Sorge, sie könnte ihre Zustimmung zu seinen zu Beginn recht nachdrücklichen Überzeugungsversuchen wieder zurückziehen. Seine Augen waren leicht zusammengekniffen, und sie fragte sich, ob sie ihn verstimmt hatte, indem sie eine möglicherweise von ihm geplante zärtliche, liebevolle und ausführliche Verführung unterbrochen hatte. Nun, dafür fehlte es ihr derzeit an Geduld.
Ein warmer Arm legte sich um ihre nackte Taille und hob sie zu seinen Hüften, wo sich ihre Beine ohne Zögern um ihn schlangen. Seine Hände, nun erheblich verwegener, umfassten ihre Gesäßbacken und pressten sie an ihn, sodass sie sich an seiner Erektion rieb.
Beschwingt von seiner nun offenkundigen Ungeduld und seiner unverkennbaren Erregung, lachte Eryn und nahm seinen Mund in Besitz, während sie ihre Hüften mit kreisenden Bewegungen an ihm rieb. Ihre Bemühungen wurden mit einem zittrigen Seufzer aus seinem Mund belohnt.
“Sachte”, presste er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor, “oder das wird keine besonders eindrucksvolle Darbietung.”
“Das geht schon in Ordnung, du hast mich bereits beim letzten Mal mit deiner Ausdauer beeindruckt”, flüsterte sie in sein Ohr, zog mit ihren Zähnen an seinem Ohrläppchen und genoss das Gefühl von Macht über ihn.
“Ich will mir Zeit nehmen”, murmelte er, und sein Griff um ihr Hinterteil wurde fester. “Dieses Mal musst du keine Kampfstunden besuchen, und auch sonst wird uns nichts stören. Es gibt kein Entkommen, bis ich mit dir fertig bin. Kein Weglaufen.” Nicht der letzte Mann, mit dem sie ins Bett gehen würde, kehrten ihre Worte zu ihm zurück. Nun, zumindest konnte er den Wunsch in ihr erwecken, dass es so wäre und ihre bisherigen Liebhaber im Vergleich erblassen lassen.
“Ich werde nicht weglaufen”, versprach sie heiser. “Ich mag mir mit meiner Zustimmung Zeit gelassen haben, aber ich werde nicht weglaufen, bis du deinen Zweck erfüllt hast.”
“Charmant”, knurrte er und zog seine Hände fort. Überrumpelt von dem jähen Fall stieß sie einen Aufschrei aus, als sie auf dem Bett landete. “Unter normalen Umständen würde ich mich nach so einer Bemerkung umdrehen und gehen”, meinte er ausdruckslos. “Bedauerlicherweise begehre ich dich dafür zu sehr.”
Sie blinzelte. Irgendwie schienen die Rollen nun vertauscht, als wäre sie diejenige, die darauf erpicht wäre, mit ihm zu schlafen und er derjenige, der sich nur widerwillig darauf einließ – als folgte er nur Trieben, denen zu widerstehen er nicht stark genug war, sich aber wünschte, er wäre es.
Enric bückte sich, um ihr die Stiefel von den Füßen zu ziehen, dann entledigte er sich seiner eigenen. Beide trugen nun nur noch ihre Hosen. Seine Augen wanderten zu ihren vollen Brüsten und verweilten dort, woraufhin seine Hände vor Verlangen sie zu berühren zu kribbeln begannen. Er wollte sie unter seinen Fingern und gegen seinen Brustkorb gepresst spüren.
Eryn bewegte sich auf den Rand des Bettes zu, wo er stand, und hob ihre Hände zu seinem Gürtel. Langsam befreite sie ein Ende aus der Schnalle, während sie in seine unglaublich blauen Augen aufsah, die sie eindringlich beobachteten.
Anstatt seine Hose nach unten zu ziehen, folgte sie mit ihren Fingern dem Umriss der ausgeprägten Form, die sich gegen das dunkle Material abzeichnete, dann übte sie mehr Druck aus und rieb mit ihrer Handfläche über seine gesamte Länge.
Als er den Kopf zurücksinken ließ, schob sie seine Hose nach unten und enthüllte ihn vollständig, seine ästhetische Form mit der leichten Aufwärtskrümmung, genau wie in ihrer Erinnerung. Ihre Finger schlossen sich um die Wurzel seines Schafts, und sie setzte dazu an, ihren geöffneten Mund zu senken, doch seine Finger unter ihrem Kinn hielten sie auf, indem er ihr Gesicht aufwärts und damit fort von ihrem beabsichtigten Ziel bewegte.
Überrascht blickte sie zu ihm auf. Dies war das erste Mal, dass sie auf Widerstand stieß, wenn sie diese spezielle Liebkosung anbot. Es kam sogar noch unerwarteter, wenn man bedachte, wie ungemein großzügig und geschickt er ihr damals während der Nacht der Ungezwungenheit umgekehrt genau diesen Dienst erwiesen hatte.
“Ein anderes Mal”, meinte er leise, die Muskeln in seinen Armen und Schultern angespannt. “Wie ich schon sagte, will ich mir Zeit nehmen. Und das hier würde die Dinge erheblich beschleunigen, fürchte ich.”
Mit einem Schulterzucken stand sie vom Bett auf und ließ ihre Hose zu Boden rutschen. Sie schnappte nach Luft, als einen Augenblick später warme Finger das feuchte, empfindliche Fleisch zwischen ihren Beinen liebkosten.
Mit ihrer Stirn an seine Schulter gelehnt, schloss sie die Augen und verbreiterte ihren Stand, um ihm den Zugriff zu erleichtern. Langsam atmete sie aus, während seine Berührung ihren Unterleib in Brand steckte. Als ihre Knie unter ihr nachzugeben drohten, trat sie besonnen einen Schritt zurück, um die Stimulation zu unterbrechen.
Seine Augen waren halb-geschlossen, weiteten sich aber wie im Protest gegen ihren Rückzug. Eryn bemerkte, dass er ebenso schwer atmete wie sie selbst. Während er ihren Blick festhielt, hob er langsam seine Hand zu seinem Gesicht und leckte bedächtig seinen Finger ab, genoss augenscheinlich ihren Geschmack, der daran hing. Einen Moment lang schloss er die Augen, dann ließ er langsam den Atem entweichen und sah sie an, dieses Mal voller Entschlossenheit und Gier. Das war wohl das Sinnlichste, das sie jemals gesehen hatte – dieser Genuss ihrer Essenz, der ein zutiefst ursprüngliches Kompliment darstellte. Es stieß auf Resonanz an einem Ort tief in ihrem Inneren, an den bewusstes Verständnis nicht vorzudringen vermochte.
Sie fasste nach seinen Schultern und stieß ihn auf das Bett, dann setzte sie sich rittlings auf ihn. Als sie sich zu seinen Lippen hinabbeugte, hing ihr langes, dunkles Haar nach unten und umrahmte ihre beiden Gesichter mit einem Vorhang, der den Blick auf alles andere verdeckte.
“Ich bin bereit für dich”, flüsterte sie und fasste damit das Offensichtliche in Worte, bevor sie seinen Mund leicht mit dem ihren streifte.
“Ja, das bist du”, bestätigte Enric ernst, als hätte sie gerade etwas ungemein Bedeutendes von sich gegeben.
Eryn spürte seine Finger an ihren Hüften, als er ihre Position leicht anpasste, bevor er seine Hüften bog und langsam in sie hineinglitt. Die Empfindung, dieses warme Ausgefülltsein, ließ sie den Kopf in den Nacken werfen. Jetzt gerade war es unerheblich, dass er sie in seinem Quartier einsperrte und sie in Gold fesselte; das Einzige, das zählte, war das Vergnügen, das er ihr verschaffte und eindeutig auch im Gegenzug empfing.
Sie begann sich zu bewegen, ließ ihn beinahe vollständig herausgleiten, bevor sie ihn mit immer mehr Entschlossenheit wieder in sich aufnahm. Kräftige Hände umfassten ihre Brüste, kneteten sie, spielten mit den Spitzen, dann verschränkten sich ihre Finger, festigten die Verbindung noch weiter, als würden sie einen Kreis schließen.
Mit geschlossenen Augen lauschte sie seinem leisen, lustvollen Stöhnen, während sie die Reibung genoss, die seine Länge mit jedem Stoß an ihren empfindlichsten Stellen verursachte und damit langsam Druck aufbaute, dessen Freisetzung sie mit atemloser Vorfreude entgegenblickte.
“Eryn”, hörte sie ihn mit krächzender Stimme flüstern, dann ein zweites Mal, als sie nicht reagierte, sondern lediglich ihren Rhythmus leicht beschleunigte. “Eryn!”, meinte er daraufhin forscher, hob eine Hand zu ihrem Nacken und zog sie näher. “Sieh mich an!”
Sie zog die Stirn in Falten, öffnete die Augen und versuchte dann, zu ihrer aufrechten Position und ihrem Pfad der bevorstehenden Erlösung zurückzukehren.
Mit einer fließenden Bewegung drehte Enric ihre Positionen um, sodass er sie nun mit seinem Körper in die Decken in ihrem Rücken drückte. Einen Moment später war er wieder in ihr und nahm das Recht, das Tempo zu kontrollieren, für sich in Anspruch. Langsam erhöhte er es und beobachtete, wie ihr Atem stoßweise kam, sich ihre Finger um den Stoff unter ihr vergruben und sich ihre Augenlider senkten.
Als sie sich streckte, kurz davor, die Anspannung in ihrem Inneren loszulassen, hielt er erneut inne.
“Eryn, sieh mich an!”, befahl er, sein Ton so barsch, dass sie überrascht gehorchte.
Sobald sich ihre Blicke trafen, stieß er ein paar weitere Male in sie hinein, woraufhin er spürte, wie sie unter ihm erbebte, nach Luft schnappte und ihre Fingerspitzen in seine Schulter grub, während sie von Wellen der Wonne erschüttert wurde. Einige Sekunden später, als sie erschlaffte, lächelte er und senkte seinen Mund für einen Kuss auf ihren. So ist es gut, dachte er selbstzufrieden, erinnere dich sehr genau daran, wem du dieses Gefühl zu verdanken hast.

Ein Kommentar:

  1. Athur Müller

    Ein Beweis, wie auch die vorangeschrittenden Bücher einer waren, für die Möglichkeiten einer so wortgewanten und einzigartigen Autorin. Ich bewundere ihre Fähigkeiten mit Wörtern umzugehen und hoffe das Buch fünf weitere solcher Kapitel bereithält

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.